2015/16 Die fromme Helene

Eine schwäbische Komödie in 5 Akten von Winfried Wagner

Liebe Theaterfreunde,
unser Regiesseur Peter Gaiser hat sich für die diesjährige Spielsaison eine schwäbische Komödie, genauer gesagt den Klassiker Die fromme Helene ausgewählt. Die erste Leseprobe und die Rollenverteilung haben schon stattgefunden. Ab Ende September Beginnt nun die Probenarbeit. Die Premiere findet wie gewohnt im Rahmen einer kleinen Weihnachtsfeier am 26.12.2015 statt.

Neuer Spielort ist aber nach der Saalschließung im Gasthaus Hirsch nun die Spielerei in der Schlossbrauerei Aulendorf von Flo Angele.

Die Spieltage werden Anfang November veröffentlicht. Der Kartenvorverkauf startet dann ab 16. November.

Die frömmelnde Helene hat ihre Familie fest im Griff. Das sind Hugo, ihr Mann, Uschi und Andy, die Kinder und Opa Waldemar. Sie spielt gerne Schicksal in der irrigen Annahme, dass der liebe Gott ihre Pläne unterstützt. Für ihre Tochter hält sie, einer Kupplerin gleich, Ausschau  nach einem passenden Ehemann. Und weil sie auch nach der Heirat ein Auge auf die Tochter und Schwiegersohn haben will, sollen die dann in die Wohnung von Opa Waldemar einziehen. Dazu soll Opa in das hiesige Altenheim „umziehen“.

Das erzeugt eine Fülle von unausweichlichen Komplikationen. Die „fromme Helene“ ist gewürzt mit viel Humor und Situationskomik. Ein unterhaltsamer Abend für Jun und Alt ist garantiert

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Helene Wimmerling (Mutter) = Simone Beer

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Hugo Wimmerling (Ehemann von Helene) = Claus Hübner

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Uschi Wimmerling  (Tochter von Helene und Hugo)  Darstellerin = Moni Sonntag

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Andy Wimmerling (Sohn von Helene und Hugo) Darsteller = Marc Sonntag

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Waldemar Wimmerling (Großvater) Darsteller = Peter Gaiser

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Elvira Steiner (Tante von Uschi und Andy) Darsteller = Petra Schuhmacher

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Stefan Steiner (Sohn von Elvira) Darsteller = Dieter Schuhmacher

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Frau Eisler (Altenheimleiterin) = Jule Schlegel

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Katrin Baltus (Andys Freundin) Darsteller = Tanja Laub

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Regie = Peter Gaiser

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Team Maske = Carmen Nüssle & Stefanie Butscher & Rebecca Hepp (nicht im Bild)

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Team Technik = Felix Dangel & Stefan Metzger

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Souffleuse = Heidi Ibrom

Fotos Laienspielgruppe Zollenreute

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Premiere von „Die fromme Helene“ an neuer Spielstätte in der Spielerei begeistert das Publikum

„Der liebe Gott wird schon merken, was ich ihm abnehme“, so das Selbstverständnis von Mutter Helene Wimmerling, als sie zum wiederholten Mal dem Schicksal Beine macht. Eine durch und durch authentische spielende Simone Beer verkörpert in der Hauptrolle der frommen Helene eine heuchlerisch bigotte Mutter, gegen deren Diktat die anderen Familienmitglieder einen schier aussichtslosen Kampf ums Überleben führen.

Es wäre aber keine Komödie, wenn genau diese Startvoraussetzungen nicht dazu führen würden, dass aberwitzige Situationskomik und begeisternde Dialoge zeigen, wie man in diesem Irrenhaus überleben kann und wie am Ende selbstverständlich alles gut wird.

Claudia Heydt, Vorsitzende der Laienspielgruppe Zollenreute, läutet in der Säulenhalle an der großen Glocke, die früher einmal als Kirchenglocke ihren Dienst tat. Heute fungiert sie als Pausenglocke für die Spielerei in der Aulendorfer Schlossbrauerei, die am Premierenabend mit 120 Besuchern bis auf den letzten Platz besetzt war. Die Spielerei ist der neue Aufführungsort für das Zollenreuter Theater, nachdem der Hirschsaal geschlossen wurde.

Es mag manchem Besucher zwar etwas sonderbar anmuten, dass das Zollenreuter Theater nicht mehr in Zollenreute zu Hause ist, aber mit dem neuen Spielort sind alle recht zufrieden. Regisseur Peter Gaiser spricht aufgrund der heimeligen Atmosphäre von einem Glücksfall und auch die Zuschauer äußern sich gegenüber der SZ positiv überrascht. Kleinkunstatmosphäre, viel bessere Sicht auf die Bühne aufgrund der Reihenbestuhlung und der weitläufige Platz in der Pause mit Foyeratmosphäre sind ein paar Meinungen. „Ich find’s erstaunlich gut“, bringt Iris Pfeiffer die Eindrücke auf den Punkt.

Wie man im Wimmerling’schen Haushalt überlebt, da hat jedes Familienmitglied so seine eigene Strategie entwickelt. Sohn Andy, gebspielt von dem Theaterneuling Marc Sonntag sucht sein Heil in der Welt des Theaters. Eine enorme Herausforderung für Sonntag, denn durch das ständige Rezitieren von Gedichten und Textpassagen aus den großen Klassikern ist seine Rolle sehr textlastig. Da er sich aber mit dem Auswendiglernen leicht tue, war das Theaterdebut mit dieser Rolle für Sonntag gut machbar. Huge (Claus Hübner), der Ehemann der frommen Helene hat sich längst  in sein Schicksal ergeben und sowundert es ihn auch gar nicht, als für ihn ein Platz im seniorenheim bereit steht. Die Schicksalsgöttin hatte den Platz zwar ursprünglich für den Opa mit Hinterlist organisiert, aber manchmal entleiten selbst ihr die Dinge. Dann springt Helene wie ein aufgescheuchtes Huhn von links nach rechts und von rechts nach links über die Bühne, sie wirft die HÄnde in die Luft und versteht beim besten Willen nicht, warum der Welten Loh aus Undank besthet. Für dihre Tocher Uschi (Moni Sonntag) und deren Bräutigam Stefan (Dieter Schuhmacher) hatte sie die gemeinsame Zukunft in Opas Wohnung geplant. Dumm nur, dass die beiden ihr Glück und Heil im Auswandern nach Neuseeland suchen – „möglichst weit weg“.

Um dies zu verhindern, solidarisiert sich Helene sogar mit Stefans Mutter Elvira (Petra Schuhmacher), die in weniger prekären Situationen schon auch mal als „arrogantes Schmeiss“ tituliert wird. Ruhender Pol und einzigster aktiver Gegenspieler von Helene ist der gewitzte Opa (Peter Gaiser), dessen Einstellung zum Altenheim durchaus Veränderungen unterworfen ist, vor allem nach dem er einmal die Heimleiterin Frau Eisler (Jule Schlegel) kennen gelernt hat. Selbige hat zwar einen stark ausgeprägten Hang zum Hochprozentigen, aber ihre verbale Schlagkraft leidet nicht in geringster Weise darunter – zur großen Feude des Publikums. Andys Freundin Katrin (Tanja Laub) hat Lust auf Süsses, mag Essiggurken und leidet unter Hitzewallungen – kurzum sie ist mit Zwillingen schwanger und plant die Zukunft mit Andy, der anstatt seines Jurastudiums lieber die Schauspielerkarriereverfolgt, denn „wer theatererfahrung auf der Zollenreuter bühne gesammelt hat, der Qualifiziert sich für die Schauspielbühne in Stuttgart“. Eines der unzähligen Zitate von Andy, dass nicht nur für amüsante Szenerien sorgt, sonder die Leistung des neunköpfigen Ensembles in angemessener Weise würdigt.

Bericht Schwäbische Zeitung vom 28.12.2015

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